HilfHaiti/ Juli 25, 2018/ Uncategorized

Ein Artikel der New York Times befasst sich mit den Goldabbau Risiken des kommerziellen Goldabbaus auf Haiti und kommt zu einem besorgniserregenden Ergebnis. Laut dem Artikel sind die Chancen, dass der Bergbau auch der Bevölkerung und der generellen Situation des Landes helfen wird, eher gering.

Wieso überhaupt Bergbau auf Haiti?

Nach dem schweren Erdbeben 2010, welches den Tod von 200.00 Haitianern verursachte und eine Millionen Menschen obdachlos machte, ist die Regierung Haitis der Meinung, dass der kommerzielle Goldabbau unbedingt notwendig für die Entwicklung des Landes sei. Bisher gibt es noch keine Minen auf der Halbinsel, obwohl man davon ausgeht das Edelmetalle im Wert von mehr als 20 Milliarden Dollar im Boden schlummern.

Änderungen von Gesetzen um Investoren anzulocken.

Um internationale Investoren anzulocken, hat Haiti mit Hilfe der Weltbank verschiedene Gesetzte verabschiedet und Umweltstandards gelockert. Das große Problem hier bei ist, dass weder die Bevölkerung oder Menschenrechtsorganisationen noch Umweltorganisationen mit einbezogen wurden. So kann man davon ausgehen das die Interessen der zukünftigen Minengesellschaften deutlich über die der Bevölkerung gestellt werden.

Welche Probleme ergeben sich für die Bevölkerung?

Generell belastet der Goldabbau die Natur. So wird Grundwasser kontaminiert, Wälder gerodet und Böden umgegraben. Das Ökosystem wird an diesen Stellen für Generationen hinweg geschädigt sein. In vielen anderen armen Ländern, aber auch weiter entwickelten Länder konnte man in der Vergangenheit genau dies beobachten. Da Haiti schon jetzt unter Platzmangel leidet und es nicht genügen Flächen für Landwirtschaft und die Bevölkerung gibt, entstehen zwangsläufig Konflikte diese Flächen betreffend.

Riskio Gold abbauen

Der Goldabbau birgt große Risiken für die Bevölkerung Haitis

Die Menschen in Haiti leben entweder dicht an dicht in Städten oder aber in unterentwickelten ländlichen Regionen. Genau dort wollen nun Minen Bergbau betreiben. Es ist anzunehmen, dass so hunderte vielleicht sogar tausende Menschen umgesiedelt werden müssen und Ihr Zuhause verlieren.

Hätte Haiti eine Regierung, die dafür bekannt ist die Rechte der eigenen Bevölkerung zu verteidigen, wäre das vielleicht kein so großes Problem. Leider gilt Haiti als eines der korruptesten Länder weltweit und immer wieder werden Spenden oder öffentliche Gelder von Politikern veruntreut. Außerdem ist die Regierung bis heute nicht in der Lage die Schäden des Erdbebens und der Hurricanes zu beheben. So haben derzeit Rund 50% der Haitianer keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser! Wer jetzt denkt, dass die Regierung, die Politiker und ausländischen Investoren gar kein Interesse daran haben die Bevölkerung zu schützen und an den Gewinnen des Goldabbaus zu beteiligen…….wird wahrscheinlich Recht haben.

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